FeldjournalConservationDie Hüterinnen der Erinnerung: Die Dürre überleben mit Tarangires Matriarchinnen
ConservationApril 20265 Min. Lesezeit

Die Hüterinnen der Erinnerung: Die Dürre überleben mit Tarangires Matriarchinnen

Warum das Überleben Tausender Elefanten im Norden Tansanias auf dem unersetzlichen akustischen und räumlichen Gedächtnis weniger betagter Weibchen beruht.

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Die Hüterinnen der Erinnerung: Die Dürre überleben mit Tarangires Matriarchinnen
Feldfotografie · Tutoke Wildtierarchiv

Wenn die Trockenzeit in Tarangire beginnt, verhärtet sich die Erde zu blassem Lehm, und die Sonne verwandelt das Grasland in sprödes Stroh. Doch die Elefanten wissen genau, wohin sie müssen.

An der Spitze einer achtzigköpfigen Herde steht eine achtzigjährige Matriarchin namens Bahati. Sie erinnert sich an die extreme Dürre von 1993 und an die Dürre von 1978 davor. Während jüngere Mütter zögern, wendet sich Bahati den Silale-Sümpfen zu, wo unterirdische Quellen unter uraltem Torf hervorsprudeln.

Bahati dabei zuzusehen, wie sie vier Generationen ihrer Familie sicher durch das Revier der Raubtiere zum Wasser führt, ist eine Meisterklasse biologischer Führung. Es unterstreicht, warum der Schutz betagter Matriarchinnen vor Wilderern nicht nur eine Frage des Tierwohls ist – sondern der Bewahrung unersetzlichen kulturellen Wissens im Tierreich.

Feldbiologie: Die Weisheit betagter Matriarchinnen
  • Studien aus Tarangire zeigen, dass Herden, die von über 55-jährigen Matriarchinnen geführt werden, während schwerer Dürren deutlich höhere Überlebensraten bei Kälbern aufweisen.
  • Elefanten graben mit ihren Vorderfüßen und ihrem Rüssel tiefe Trichterlöcher in trockene Flussbetten und schaffen so frisches Quellwasser für Dutzende anderer Arten.
  • Die Rinde des Baobabs enthält viel Feuchtigkeit und Kalzium; achten Sie auf glattpolierte Baobabstämme, an denen sich Generationen von Elefantenbullen gescheuert haben.
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VeröffentlichtApril 2026
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