Die Erinnerung der Giganten: Vierzig Jahre in Tarangires Sümpfen
“Wie eine achtzigjährige Elefanten-Matriarchin vier Generationen mithilfe von über Jahrhunderte weitergegebenen Orientierungserinnerungen durch historische Dürren führte.”
Tutoke-Team der Feldnaturführer
Leitender Naturforscher, Arusha
In den Silale-Sümpfen von Tarangire wächst das Gras vier Meter hoch. Von einem gewöhnlichen Fahrzeug aus sieht man mitunter nur Schilf. Doch wenn im Oktober der Staub von der Massai-Steppe herüberweht, tauchen Hunderte graue Gestalten aus dem flirrenden Hitzedunst auf.
Wir begleiten die Familienherde „B" bereits seit 2004. Die Matriarchin, die Forscher unter dem Namen Boadicea kennen, trägt einen gebrochenen linken Stoßzahn und eine Kerbe im rechten Ohr – Überbleibsel einer Begegnung mit einem Löwenrudel in ihrer Jugend.
Wenn die kleineren Bäche versiegen, gerät sie nicht in Panik. Sie führt die Herde direkt zu unterirdischen Sand-Grundwasserleitern und gräbt mit ihren Vorderfüßen, bis reines, gefiltertes Wasser hervorsprudelt. Ihre Enkel dabei zu beobachten, wie sie ihre Bewegungen nachahmen, heißt, der Weitergabe afrikanischer ökologischer Weisheit in Echtzeit beizuwohnen.
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Tutoke-Team der Feldnaturführer
Leitender Naturforscher, Arusha
Dokumentiert das Verhalten ostafrikanischer Wildtiere und gemeinschaftlich getragenen Naturschutz.
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Jede Route bei Tutoke wird von erfahrenen Naturführern begleitet, die den tieferen Zusammenhang jeder Spur und jedes Windwechsels vermitteln.